✦ Kirmesverein Schnellmannshausen

Unsere Kirmesgeschichte

Tradition, Brauchtum und Gemeinschaft – eine Geschichte, die seit Generationen weitergetragen wird.

Eine Kirmes mit Geschichte

Die Kirmes ist seit Generationen ein besonderer Höhepunkt im Leben unseres Dorfes. Sie verbindet Tradition und Gemeinschaft und wird vor allem durch die Dorfjugend getragen. Viele Bräuche haben sich über die Jahrzehnte verändert, andere sind bis heute fester Bestandteil unserer Kirmes.

1794
Jahr der Einweihung des heutigen Kirchenschiffs
1880
Erstes nachgewiesenes Karussell
1997
Gründung des Kirmesvereins
Kirche in Schnellmannshausen

Von der Kirchweih zur Kirmes

Die Kirmes hat ihren Ursprung in den Einweihungsfeierlichkeiten einer neu erbauten oder wieder aufgebauten Kirche.

Aus der Kirchweihe entwickelten sich über die Jahre mehrtägige Feste mit Musik, Tanz, Umzügen und zahlreichen Bräuchen.

Auch in Schnellmannshausen entstand so eine Kirmestradition, die bis heute das Dorfleben prägt.

1794

Das Jahr, das unserem Kirmesverein seinen Namen gab

Die Jahreszahl 1794 geht auf den Neubau und die Einweihung des Kirchenschiffes zurück. Der Kirchturm stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert. Sicherlich gab es schon vorher Kirchweihfeste in Schnellmannshausen – nachweisen lassen sie sich jedoch nicht.

Ein Blick zurück

Meilensteine der Kirmesgeschichte

1880

Das erste Karussell

Erstmals konnte in Schnellmannshausen ein Karussell bestaunt und benutzt werden. Es handelte sich um ein Modell „Marke Eigenbau“, das von einem Pferd im Inneren angetrieben wurde.

1920

Kirmes vor rund 100 Jahren

Historische Aufnahmen zeigen, wie tief die Kirmes bereits damals im Dorfleben verwurzelt war.

1939

Einschnitt durch den Krieg

1939 wurde noch der Kirmesantanz gefeiert. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs fand die große Kirmes anschließend nicht mehr statt.

1947

Die Kirmes kehrt zurück

Nach dem Krieg wurde 1947 wieder Kirmes gefeiert. Als erste Platzmeister werden Paul Luhn und Erich Schwanz genannt. Der erste überlieferte Siegesreiter nach dem Krieg war Karl Honstein.

1952

Ein neuer Festplatz

Nachdem der frühere Festplatz zum Sportplatz umgebaut worden war, wurde 1952 der neue Festplatz in der Wiesenstraße eingeweiht.

1966

Ein neuer Kirmestermin

Mit der Einführung der arbeitsfreien Samstage wurde der traditionelle Kirmestermin um einen Tag vorverlegt.

1971

Die Männerkirmes

Die Männerkirmes wurde erstmals 1971 gefeiert. Sie bot ehemaligen Kirmesburschen die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Kirmesgeschehen teilzunehmen.

1985

Fahnenreiten bei der Männerkirmes

Seit 1985 gehört auch bei der Männerkirmes ein Fahnenreiten zum Programm.

1990er

Der Hammelkäfig

In den 1990er Jahren entstand der Brauch des Hammelkäfigs. Die Kirmesneulinge mussten dort ihre Prüfung bestehen, bevor sie endgültig als Kirmesburschen aufgenommen wurden.

1997

Gründung des Kirmesvereins

Am 19. September 1997 wurde der Kirmesverein Schnellmannshausen 1794 e.V. gegründet. Die Organisation der Kirmes blieb dabei weiterhin eng mit den Platzmeistern und der Dorfjugend verbunden.

Kirmesumzug zum Fahnenreiten 1954

Kirmes wie sie früher war

Alte Fotografien machen die Geschichte unserer Kirmes lebendig. Sie zeigen Umzüge, Pferde, die Kirmesfahne, Musikanten und zahlreiche Menschen aus dem Dorf.

Besonders die Aufnahmen aus den 1950er Jahren vermitteln einen eindrucksvollen Blick auf die damalige Kirmes und das Leben in Schnellmannshausen.

Was unsere Kirmes ausmacht

Traditionen & Bräuche

Das Fahnenreiten

Für viele Reiter ist der Sieg beim traditionellen Pferderennen eine der größten Ehren der Kirmes. Der Siegesreiter trägt die Kirmesfahne anschließend bei Umzügen voran und bewahrt sie bis zur nächsten Kirmes auf.

Ständchen

Nach dem Rennen werden Pfarrer, Bürgermeister und Gewerbetreibende traditionell mit einem Ständchen geehrt. Dabei wird die Kirmesgesellschaft durch den Husaren angemeldet.

Der Straußenreigen

Der Straußenreigen gilt als Relikt früherer „Heiratsmärkte“. Dabei erwählt sich der Kirmesbursche seine Kirmesbraut für die Dauer der Kirmes.

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Die Hammeltour

Die Kirmesneulinge – die Hammel – müssen sich während der Kirmes bewähren. Zur Hammeltour gehört unter anderem das Einsammeln von Naturalien bei der Bevölkerung.

Kirmesabtanz

Anfang November endet die Kirmes mit dem Kirmesabtanz. Dabei wird die traditionelle Kirmespredigt verlesen und so manche humorvolle Geschichte aus der Kirmeszeit aufgearbeitet.

Kirmesbeerdigung

Den Abschluss bildet die symbolische Kirmesbeerdigung. Die Kirmesgesellschaft verabschiedet sich damit auf humorvolle Weise von der vergangenen Kirmes.

Kirmes vor der Gaststätte Zum Löwen 1955

Vor dem „Löwen“

Die Gaststätte „Zum Löwen“ war ein wichtiger Treffpunkt rund um die Kirmes. Historische Aufnahmen zeigen den Platz vor der Gaststätte während des Kirmesgeschehens.

Pferde, Zuschauer und die Kirmesgesellschaft gehörten damals ebenso zum Straßenbild wie heute die Umzüge und das gemeinsame Feiern.

Kirmesbeerdigung mit Kapelle 1955

Wenn die Kirmes zu Grabe getragen wird

Auch die Kirmesbeerdigung hat eine lange Tradition. Die Kirmesleiche wird von der Kirmesgesellschaft in einer symbolischen Trauerfeier zu Grabe getragen.

Mit einem Augenzwinkern wird dabei das kurze „Leben“ der Kirmes noch einmal erzählt – bevor die Kirmes endgültig verabschiedet wird.

Kirmes im Wandel der Zeit

Geschichte in Bildern

Kirmesgesellschaft Schnellmannshausen

Tradition lebt durch Menschen

Die Kirmes hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert und an die jeweiligen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen angepasst.

Alte Bräuche verschwinden, werden wiederbelebt oder durch neue Traditionen ergänzt. Was bleibt, ist die Gemeinschaft der Menschen, die jedes Jahr aufs Neue dafür sorgt, dass die Schnellmannshäuser Kirmes weiterlebt.

Eine Geschichte, die weitergeht

Von der Kirchweihe über die historischen Kirmesumzüge bis zur heutigen Kirmesgesellschaft: Die Geschichte unserer Kirmes ist ein Stück Schnellmannshausen. Und jedes neue Kirmesjahr schreibt ein weiteres Kapitel.