Unsere Kirmesgeschichte
Tradition, Brauchtum und Gemeinschaft – eine Geschichte, die seit Generationen weitergetragen wird.
Eine Kirmes mit Geschichte
Die Kirmes ist seit Generationen ein besonderer Höhepunkt im Leben unseres Dorfes. Sie verbindet Tradition und Gemeinschaft und wird vor allem durch die Dorfjugend getragen. Viele Bräuche haben sich über die Jahrzehnte verändert, andere sind bis heute fester Bestandteil unserer Kirmes.
Von der Kirchweih zur Kirmes
Die Kirmes hat ihren Ursprung in den Einweihungsfeierlichkeiten einer neu erbauten oder wieder aufgebauten Kirche.
Aus der Kirchweihe entwickelten sich über die Jahre mehrtägige Feste mit Musik, Tanz, Umzügen und zahlreichen Bräuchen.
Auch in Schnellmannshausen entstand so eine Kirmestradition, die bis heute das Dorfleben prägt.
Das Jahr, das unserem Kirmesverein seinen Namen gab
Die Jahreszahl 1794 geht auf den Neubau und die Einweihung des Kirchenschiffes zurück. Der Kirchturm stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert. Sicherlich gab es schon vorher Kirchweihfeste in Schnellmannshausen – nachweisen lassen sie sich jedoch nicht.
Meilensteine der Kirmesgeschichte
Das erste Karussell
Erstmals konnte in Schnellmannshausen ein Karussell bestaunt und benutzt werden. Es handelte sich um ein Modell „Marke Eigenbau“, das von einem Pferd im Inneren angetrieben wurde.
Kirmes vor rund 100 Jahren
Historische Aufnahmen zeigen, wie tief die Kirmes bereits damals im Dorfleben verwurzelt war.
Einschnitt durch den Krieg
1939 wurde noch der Kirmesantanz gefeiert. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs fand die große Kirmes anschließend nicht mehr statt.
Die Kirmes kehrt zurück
Nach dem Krieg wurde 1947 wieder Kirmes gefeiert. Als erste Platzmeister werden Paul Luhn und Erich Schwanz genannt. Der erste überlieferte Siegesreiter nach dem Krieg war Karl Honstein.
Ein neuer Festplatz
Nachdem der frühere Festplatz zum Sportplatz umgebaut worden war, wurde 1952 der neue Festplatz in der Wiesenstraße eingeweiht.
Ein neuer Kirmestermin
Mit der Einführung der arbeitsfreien Samstage wurde der traditionelle Kirmestermin um einen Tag vorverlegt.
Die Männerkirmes
Die Männerkirmes wurde erstmals 1971 gefeiert. Sie bot ehemaligen Kirmesburschen die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Kirmesgeschehen teilzunehmen.
Fahnenreiten bei der Männerkirmes
Seit 1985 gehört auch bei der Männerkirmes ein Fahnenreiten zum Programm.
Der Hammelkäfig
In den 1990er Jahren entstand der Brauch des Hammelkäfigs. Die Kirmesneulinge mussten dort ihre Prüfung bestehen, bevor sie endgültig als Kirmesburschen aufgenommen wurden.
Gründung des Kirmesvereins
Am 19. September 1997 wurde der Kirmesverein Schnellmannshausen 1794 e.V. gegründet. Die Organisation der Kirmes blieb dabei weiterhin eng mit den Platzmeistern und der Dorfjugend verbunden.
Kirmes wie sie früher war
Alte Fotografien machen die Geschichte unserer Kirmes lebendig. Sie zeigen Umzüge, Pferde, die Kirmesfahne, Musikanten und zahlreiche Menschen aus dem Dorf.
Besonders die Aufnahmen aus den 1950er Jahren vermitteln einen eindrucksvollen Blick auf die damalige Kirmes und das Leben in Schnellmannshausen.
Traditionen & Bräuche
Das Fahnenreiten
Für viele Reiter ist der Sieg beim traditionellen Pferderennen eine der größten Ehren der Kirmes. Der Siegesreiter trägt die Kirmesfahne anschließend bei Umzügen voran und bewahrt sie bis zur nächsten Kirmes auf.
Ständchen
Nach dem Rennen werden Pfarrer, Bürgermeister und Gewerbetreibende traditionell mit einem Ständchen geehrt. Dabei wird die Kirmesgesellschaft durch den Husaren angemeldet.
Der Straußenreigen
Der Straußenreigen gilt als Relikt früherer „Heiratsmärkte“. Dabei erwählt sich der Kirmesbursche seine Kirmesbraut für die Dauer der Kirmes.
Die Hammeltour
Die Kirmesneulinge – die Hammel – müssen sich während der Kirmes bewähren. Zur Hammeltour gehört unter anderem das Einsammeln von Naturalien bei der Bevölkerung.
Kirmesabtanz
Anfang November endet die Kirmes mit dem Kirmesabtanz. Dabei wird die traditionelle Kirmespredigt verlesen und so manche humorvolle Geschichte aus der Kirmeszeit aufgearbeitet.
Kirmesbeerdigung
Den Abschluss bildet die symbolische Kirmesbeerdigung. Die Kirmesgesellschaft verabschiedet sich damit auf humorvolle Weise von der vergangenen Kirmes.
Vor dem „Löwen“
Die Gaststätte „Zum Löwen“ war ein wichtiger Treffpunkt rund um die Kirmes. Historische Aufnahmen zeigen den Platz vor der Gaststätte während des Kirmesgeschehens.
Pferde, Zuschauer und die Kirmesgesellschaft gehörten damals ebenso zum Straßenbild wie heute die Umzüge und das gemeinsame Feiern.
Wenn die Kirmes zu Grabe getragen wird
Auch die Kirmesbeerdigung hat eine lange Tradition. Die Kirmesleiche wird von der Kirmesgesellschaft in einer symbolischen Trauerfeier zu Grabe getragen.
Mit einem Augenzwinkern wird dabei das kurze „Leben“ der Kirmes noch einmal erzählt – bevor die Kirmes endgültig verabschiedet wird.
Geschichte in Bildern
Tradition lebt durch Menschen
Die Kirmes hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert und an die jeweiligen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen angepasst.
Alte Bräuche verschwinden, werden wiederbelebt oder durch neue Traditionen ergänzt. Was bleibt, ist die Gemeinschaft der Menschen, die jedes Jahr aufs Neue dafür sorgt, dass die Schnellmannshäuser Kirmes weiterlebt.
Eine Geschichte, die weitergeht
Von der Kirchweihe über die historischen Kirmesumzüge bis zur heutigen Kirmesgesellschaft: Die Geschichte unserer Kirmes ist ein Stück Schnellmannshausen. Und jedes neue Kirmesjahr schreibt ein weiteres Kapitel.