Das war die Kirmes 2017

 Schnellmannshausen. (pl) Vom 22. September bis 25. September stand in Schnellmannshausen die Große Kirmes auf dem Programm. Ende August feierte man bereits den Kirmesantanz gemeinsam mit der Männerkirmes. Schon dort zeichnete sich eine gute Stimmung ab. Diese hielt auch über der großen Kirmes an. Im Juli wählte die Kirmesgesellschaft die Platzmeister und den Husaren. Pascal Luhn (1.), Clint Apfel (2.), Tim Reichert (3.) und Felix Gernandt (4.) bekamen das Vertrauen die Kirmes zu organisieren. Husar war in diesem Jahr Philipp Luhn. Alle Planungen und Organisationen waren abgeschlossen und das Fest konnte beginnen. Am Donnerstagabend traf man sich beim 1. Platzmeister um den Kirmeskranz für Sonntag  zu binden.
Am Freitag startete man mit den letzten Aufbauarbeiten, ehe man 17.30Uhr mit der Michaelisandacht in der Schnellmannshäuser Kirche die Kirmes 2017 einläutete. Im Anschluss zog man mit den „Original Heldrastein-Musikanten“ durch das durch Dorf zum Fackelumzug. Ziel war der Schnellmannshäuser Sportplatz, wo man traditionell das Kirmesfeuer entzündete. Um 21Uhr ging es dann in den Gemeindesaal zur Disko. Dort spielte erstmals „DJ Bongo“ auf und heizte die Gäste stimmungsvoll ein.
Am Samstagnachmittag trafen sich die Kirmesburschen um gemeinsam mit der Kapelle den Umzug zu bestreiten. 21 Kirmesburschen fanden sich am Ende ein, um an der 223. Kirmes teilzunehmen. Endstation des Umzuges war der Festplatz. Dort wurde man bereits von einigen Gästen begrüßt. Traditionsgemäß folgte am Nachmittag die Platzmeister- sowie die Hammeltour. Als „Hammeln“ werden die Kirmesburschen bezeichnet, die das erste Jahr Kirmes mitmachen. Im Anschluss daran, folgte der Straußenreigen. Für diesen Tanz suchten sich die Kirmesburschen ihre Kirmesbräute aus, um mit ihr gemeinsam die Kirmes bestreiten werden. 18 Kirmespärchen bildeten sich am Ende heraus. Nur drei Burschen fanden keine Braut und traten  somit den „Club Der Ungeküssten“ bei. Als man am späten Nachmittag von dem Festplatz ausmarschierte, ging es weiter in die „Gaststätte zum Löwen“. Dort sang und trank man zu stimmungsvoller Kirmesmusik. Am Abend wurde im Saal die Stimmung weiterhin oben gehalten. „Yellow – Die Band“ spielte im Gemeindesaal auf und sorgte für eine stets volle Tanzfläche.
Am Sonntagmorgen ging es dann in die Kirche. Abschließend segnete Pfarrer Torsten Schneider die Reiter für das anstehende Wettreiten am Nachmittag. Nach der Kirche zog man in den Clubraum zum Frühschoppen, wo bereits einige durstige Gäste warteten. Dort gab es traditionell das Siegesreiterfass vom Vorjahressieger. Im Anschluss daran, gingen die Burschen zu Ihren Kirmesbräuten um dort Mittag zu essen. 13Uhr traf man sich wieder am Saal und machte sich auf dem Weg zur „Kaiserlinde“. Dort stand das Highlight der Schnellmannshäuser Kirmes an - das Fahnenreiten. Sechs Kirmesburschen hatten sich die Kirmesfahne ins Visier genommen. Am Ende wurde es, wie im vergangenen Jahr, ein Zweikampf zwischen Bastian Heilwagen und Pascal Luhn. Letzterer konnte sich erneut durchsetzen. Für Pascal Luhn war es der insgesamt vierte Siegesritt und dem dritten Sieg in Folge (2012, 2015-2017). Somit stellte er einen Rekord in der Schnellmannshäuser Geschichte auf. Viermal gewann bis dato noch kein Bursche in der langen Schnellmannshäuser Tradition. Zudem war er der erste Bursche, der dreimal in Folge gewinnen konnte. Zu verdanken hat er dies dem Pferd „Kiara“ von Besitzer Andreas Raddau aus Ifta. Alle vier Erfolge schaffte er auf diesem Pferd. Bastian Heilwagen ritt auf dem Pferd „Koran“. Ebenfalls zum zweiten Mal in Folge auf Platz drei, kam Sascha Fiedler auf „Piana“ ins Ziel. Alle drei Pferde gehören Andreas Raddau. Als vierter kam Marcus Bergmann auf seinem Pferd „Fiona“ ins Ziel galoppiert. Für Marcus Bergmann war die 223. Kirmes seine insgesamt 17. Kirmes. Mit dieser Anzahl hat er nun mit Jan Müller gleichgezogen und hat die Chance nächstes Jahr, derjenige zu sein, der am häufigsten Kirmes in Schnellmannshausen mitgemacht hat. Nach ihm kam Julian Luhn auf „Fraja“ als fünftes ins Ziel. Auf den letzten Platz ritt der 2. Platzmeister Clint Apfel auf „Eddi“. Die beiden zuletzt genannten Pferde gehören dem Besitzer und ehemaligen Schnellmannshäuser André Rauschenberg.
Nachdem Hoch für den Siegesreiter machte sich der Husar Philipp Luhn auf den Weg um die Blaskapelle und die Kirmesgesellschaft bei den Gewerbetreibenden im Ort anzumelden. Während die Kirmesgesellschaft bei den Ständchen im Ort unterwegs waren, spielten auf dem gut gefüllten Festplatz die Stregdaer Musikanten. Unter anderem gab man dem Bürgermeister der Stadt Treffurt Michael Reinz sowie dem Ortsteilbürgermeister Timo Biehl ein Ständchen. Michael Reinz freute sich über die Arbeit und Organisation der Kirmesgesellschaft, dem Erhalt der Tradition und das er an diesem historischen Tag den Pokal an dem Siegesreiter 2017 übergeben durfte. Fertig mit den Ständchen marschierte man wieder auf den Festplatz ein. Nachdem Ausmarsch zog man wieder in die Kneipe ein um dort weiter für beste Kirmesstimmung zu sorgen. Zur Freude von vielen, spielte am Abend im Saal wieder der Alleinunterhalter Jens Krumrich. „Der Behringer“ amüsierte wie gewohnt und brachte eine hervorragende Stimmung in den Saal. Nach Ende der Veranstaltung ging es dann zum Siegesreiter nach Hause um die Siegesreiterfeier noch bis tief in die Nacht zu feieren.
Am nächsten Tag besuchten die Kirmesburschen den Kindergarten in Schnellmannshausen um dort einige Spiele gemeinsam mit den Kindern zu spielen. Im Anschluss aß man dort zum Mittag ehe man sich um 13Uhr erneut am Gemeindesaal traf. Die Ständchen für die Kirmesbräute standen auf dem Programm. Traditionell, wie auch schon das ganze Wochenende, waren auch hier die Heldrastein-Musikanten dabei und erfüllten so manche Musikwünsche. Am Dienstag verbrachte man den Tag intern zusammen und begann nebenbei mit den ersten Aufräumarbeiten.
Noch ist die Kirmes nicht beendet. Am Samstag, den 04.11.2017 feiert man ab 20Uhr den „Kirmesabtanz“ ebenfalls im Gemeindesaal. An diesem Abend spielt die Band „Böhm & Böhm“ aus Kammerforst auf. Zum Kirmesabtanz folgt neben den Ehrungen noch das Verlesen der Kirmespredigt sowie das „abblasen“ um 24Uhr. 

Ein großer Dank gilt natürlich allen Helfern, Sponsoren, Bands und Gästen für diese sehr gelungene Kirmes 2017.

Freundliche Grüße
Pascal Luhn
1. Platzmeister
 

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